Willkommen am Royal Thimphu College

Allgemein

Vom Samstag 4. März bis Sonntag 5. März fand im Royal Thimphu College (RTC) das Willkommens-Event statt. Insgesamt sind 13 internationale Studierende auf dem Campus, die ein Semester am RTC studieren werden. Zehn sind aus den USA, einer aus Kanada und zwei aus der Schweiz. An jenem Wochenende wurden wir auf dem Campus von der Universitätsleitung begrüsst. Beispielsweise erzählte uns der „President“ mehr über „Gross National Happiness“ und der Bedeutung der Bildung in Bhutan. Er war früher Bildungsminister des Landes. Der Leiter der „International Affairs“ gab uns Tipps, wie wir uns am besten an die Kultur anpassen können. Er kommt aus den USA und musste sich somit anfangs auch anpassen. Beispielsweise nennen die Studierenden die Lehrer „Sir“. Oder sie halten die Hand vor den Mund als Zeichen des Respekts.

Die meisten Studierenden leben für gewöhnlich auf dem Campus. Das College-System ist in der Schweiz kaum verbreitet. Neben den Schulräumen gibt es auf dem Schul-Gelände Schlafsäle mit gemeinschafts-Bad-Zimmern. Bei uns käme das System des Internats wohl am nächsten. Elf von den „Internationals“ leben auf dem Campus. Christine (die Schweizerin) und ich wohnen ausserhalb. Von den Bhutanesischen Studierenden lebt der Grossteil auf dem Campus. In den Zimmern lebt man für gewöhnlich zu zweit.

Das RTC hatte Semesterferien von Dezember bis März. Die meisten Studierenden reisten am Sonntag ein. Einige durften sich als „Buddy“ für die Internationals melden. Jeder International erhält zwei Buddys zugeteilt. Ein Buddy ist ein bhutanesischer Student, der dem International für alle Anliegen zur Verfügung steht. Die Buddys sind bereits am Samstag eingereist. Daneben gibt es besonders engagierte Studierende, die spezielle Ämter bekleiden. Beispielsweise ist die Sprecherin aller Studierenden ebenfalls bereits am Samstag eingereist. Jene, die bereits hier waren, und wir Internationals haben uns zum ersten Mal bei der Icebreaking-Session kennengelernt.

Die Icebreaking-Session fand in einer Turnhalle statt. Am Anfang musste sich jeder vor allen Anwesenden vorstellen. Danach wurden drei Spiele gespielt. Beim ersten Spiel bildeten wir einen Kreis. Die Musik lief, wir gaben einen Basketball von links nach rechts ab. Hielt die Musik an, musste derjenige, der den Ball hält, den Kreis verlassen. So ging es weiter, bis nur noch eine Person übrigblieb. Beim zweiten Spiel band sich jeder ein Luftballon ans Fussgelenk. Das Ziel war, die Luftballons der anderen zum Verplatzen zu bringen. Beim dritten Spiel sassen wir im Kreis. Das Spiel ging folgendermassen: Eine Person läuft hinter den Rücken der anderen im Kreis, legt möglichst unauffälig einen Ball hin. Sein Ziel ist, dass er unbemerkt eine ganze Runde um alle gehen kann, bis er wieder beim Ball angekommen ist. Passiert dies, scheidet die Person aus, die den Ball hinter dem Rücken gehabt hat. Fällt es der Person jedoch auf, dass der Ball hinter ihm liegt, muss er ihn aufnehmen und mit der Runde anfangen. Bei uns heisst das Spiel soweit ich weiss „Lueged doch ume, dä Fuchs gaht ume!“.

Das Leben auf dem Campus bietet viele spannende Geschichten. Beispielsweise gibt es eine Kleidervorschrift. Die Studierenden müssen die Nationaltrachten anziehen. In den letzten zwei Wochen habe interessante Begegnungen mit Lehrern und Studierenden gemacht. Bald werde ich etwas darüber schreiben.


Ozzie Kuda

Ozzie Kuda

Lebt vom März 2017 bis Juli 2017 als Student in Bhutan. Möge das Glück mit dir sein.
http://www.hellobhutan.ch

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